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Fritz Haarmann

Friederich „Fritz“ Heinrich Karl Haarmann ist ein deutscher Serienmörder. Er ist verantwortlich für über 25 Morde an kleinen Jungen und jungen Männern im Alter von 10 bis 25 Jahren.

 Haarmanns Vater erzog ihn mit einem autoritären Erziehungsstil, seine Mutter hingegen verwöhnte ihn. Er soll auch von seinem Bruder des öfteren sexuell Missbraucht worden sein.

 Nach seiner Schulzeit beendete er eine Schlosserlehre und ging dann 1895 an eine Unteroffiziersschule des Heeres. In der Zeit traten bei ihm Halluzinationen auf, die auf einen Sturz oder einen Sonnenstich schließen ließen. Als die Symptome abermals auftraten, beantragte er seine Entlassung.

Er fand keine neue Arbeit und in der Zigarettenfirma seines Vaters wollte er nicht arbeiten, so ließ er sich von einer Nachbarin verführen und beging an Nachbarskindern sexuellen Missbrauch. Es folgte ein Strafverfahren gegen ihn, dass jedoch fallengelassen wurde. Er wurde in eine Heilanstalt geschickt, wo man bei ihm unheilbaren Schwachsinn attestierte. Für ihn war diese Unterbringung ein traumatisches Erlebnis und er versuchte des öfteren zu fliehen. Als es ihm dann gelang, setzte er sich in der Schweiz nieder. Haarmann kehrte erst 1899 zurück und fand stets keinen Job. Ein Verlöbnis scheiterte.

 1900 wurde er zum Militär eingezogen und in Colmar stationiert. Dort erlitt er Ohnmachtsanfälle und kam für einige Monate ins Lazarett, wo man hebephrene Schizophrenie bei ihm feststellen konnte. Haarmann wurde in die Rente geschickt und er kehrte nach Hannover zurück. Dort verklagte er dann seinen Vater auf Unterhalt und es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Männern. Daraufhin lieh ihm sein Vater einen Geldbetrag und Haarmann eröffnete damit sein eigenes Fischgeschäft, das bald jedoch Bankrott ging. Ein zweites Verlöbnis zerbrach ebenfalls.

 Als Haarmann sich 1905 eine Geschlechtskrankheit zuzog, unterhielt er nur noch homosexuelle Kontakte. Diese Knüpfte er am Hannoveraner Hauptbahnhof zu jungen Ausreißern und entlaufenen Heimkindern. Zu dieser Zeit begann seine Laufbahn als kleinkrimineller. Er beging kleinere Delikte wie Diebstähle, Einbrüche und Hehlerei, die jedoch zu 17 Verurteilungen führten. Gleichzeitig war er als Polizeispitzel tätig. Den ersten Weltkrieg verbrachte er im Gefängnis. Zuletzt lebte Haarmann in einem Dachzimmer in einem Rotlichtviertel. 1919 machte Haarmann die Bekanntschaft von Hans Grans, einem über 20 Jahre jüngerem Kleinkriminellen, zu dem er über mehrere Jahre eine sexuelle Beziehung führte.

 1924 fanden Kinder fünf menschliche Schädel in der Leine. Dem Gerichtsmediziner zuurteilen stammten diese von jungen Männern und wurden vermutlich mit einem Messer vom Körper getrennt. Die Mordkommission schloss ein Raubmotiv aus und vermuteten einen homosexuellen Täter. 30 Männer waren in der Stadt die infrage kamen würden. Darunter auch Haarmann. Haarmann stand 1918 schon im Verdacht zwei Männer getötet haben zusollen, damals liefen die Ermittlungen aber erfolglos aus. Dadurch geriet Haarmann wieder ins Fadenkreuz der Polizei. Vom 17. Juni 1924 an wurde Fritz rund um die Uhr polizeilich observiert. Doch es kam kein konkretes Ergebnis dabei raus.

 Am 22. Juni wurde Haarmann verhaftet der einen Jugendlichen bedrohte, er war mit diesem Jungen in einer Beziehung. Als die Polizei einen Tag später seine Wohnung aufsuchte, fanden sie etliche Blutspuren und blutbefleckte Kleidung junger Männer. Haarmann wurde daraufhin weiter in Haft gehalten. Er behauptete das Blut stamme von eigenem Nasenbluten. Sie führten tagelang Vernehmungen mit Haarmann durch, der dann am 29. Juni gestand einige Morde begangen zuhaben. Wiederrief diese Aussage jedoch am nächsten Tag. Der Richter erließ trotzdem eine weitere Woche Haftbefehl. Bei weiteren Vernehmungen am 1. Juli räumte er sieben Tötungen ein und bestätigte diese am nächsten Tag vor dem Untersuchungsrichter.

 Der ermittelnde Beamte ließ währen Haarmanns Vernehmungen weiter nach Leichenteilen suchen, so auch in der Leine. Dort wurden über 300 menschliche Knochenstücke gefunden, die zu mindestens 22 Personen zugeordnet werden konnten. Haarmann erinnerte sich nur an wenige Namen der Opfer.

 Fritz Haarmann wurde zum Tode verurteilt und wurde am 17. Mai 1896 enthauptet mit einem Fallbeil.

17.7.14 16:09

Letzte Einträge: Mein erster Blog-Post, Jack the Ripper, Halluzinogene Pilze

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